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QCWA German Chapter #106

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Funkwetter

<! -- HB9QA 90 Jahre --> <! -- 02.05.2014 -->

Hier ist meine Amateurfunkgeschichte, wie ich sie in Erinnerung habe.
 

Begonnen hat es natürlich daheim, da mein Vater, wenn immer möglich, die Nachrichten vom damaligen Radio Beromünster hören wollte. Das hat sich dann etwas auf mich übertragen. Als in einem Pfadfinderlager - ich war etwa 12 Jahre alt - ein anderer Pfadi ein Detektorradio hatte, habe ich meinen Vater gebeten, ob ich auch ein solches haben dürfte. Der Wunsch wurde mir schließlich erfüllt und bald war ich stolzer Besitzer einer kleinen runden Dose mit sechs Steckbuchsen im Deckel: 2 für den Kopfhörer, 2 für den Kristallhalter und je eine für die Antenne und die Erde. Drin hatte es eine Spule und einen Kondensator für die Frequenz von Beromünster. Der Empfang war jedenfalls gut und ich montierte dann auch einige Drahtantennen (ohne theoretische Kenntnisse) um noch besser hören zu können. Viel hatte ich ja nicht zum Basteln.
Immerhin rückte mein Vater, er war Mitglied des Radio(hörer)clubs Aarau, einen schönen 1-V-1 Dreiröhrenempfänger mit Steckspulen von Lang- bis Kurzwellen heraus und ich wusste leider nichts besseres, als ihn "auszuweiden", um Einzelteile zum Basteln zu erhalten (Batterieröhren, Glimmerkondensatoren, einen schönen Drehko mit Übersetzung im Antrieb, Porzellanspulenkörper für KW etc.). Schliesslich schickte mein Vater mich in einen Bastelkurs des Radioclubs, wo ich einen Steckspulen-RX bauen konnte, der heute noch geht (6-Voltröhren).
 

Mein Radioamateurleben begann eigentlich mit dem vordienstlichen Morsekurs mit 17 Jahren. So wurde ich dann bei der Aushebung zum Militärdienst den Geniefunkern zugeteilt und Anfang Juli 1943 begann meine Funkerlaufbahn mit der Rekrutenschule als Zugführer eines Funkerzuges (bis Ende Mai 1945!). Eine der Stationen, auf denen ich ausgebildet war, war die Telefunken TL - Tragbar Leicht: bestehend aus 3 Traglasten (Tretgenerator, Batteriekiste und Apparatekiste mit dem Sende-Empfänger). Das Antennenmaterial sowie die zusammengelegten Antennentragstäbe befanden sich in einer Tasche am Generator. Senden konnte man nur, wenn jemand den Tretgenerator trat, Empfang war mit Heizakku und Anodenbatterien möglich. Leistung ca 30 Watt auf etwa 3000 bis 4000 kHz.
 
Nach dem Krieg kam das Studium als Bauingenieur und bald auch die Heirat (1951). Ich sprach auch immer wieder davon, einmal die Amateuprüfung zu machen, aber erst als mir die x-yl sagte, ich sollte mich doch endlich zur Prüfung anmelden, ging es weiter. Im Frühing 1953 trat ich an und kam ohne grosse Mühe durch (Morsen im Militär und Physik im Studium). Schliesslich startete ich mein Radioamateurleben am 1. Juli 1953 unter HB9QA.Mein erstes CW-QSO ergab sich dann am 1.Juli 1953 um 0020 LT Uhr mit DL3VF, OM Franz in München. Ich wohnte damals in Unterseen bei Interlaken und konnte meine ersten QSO's mit einer TL einer ausserdienstlichen Morsetrainingsgruppe machen. Am 2.Juli habe ich DL1ES (sk) angerufen und es ergab sich ein schönes QSO, dem noch viele Skeds folgen sollten, hatten wir doch wöchentliche Skeds bis kurz vor seinem Tode. Persönlich habe ich ihn einmal auf der Reichenau und einmal in Nürnberg getroffen. 1954 zogen wir nach Wallisellen, weil ich in Zürich bei den Schweizerischen Bundesbahnen eine neue Stelle antrat.
 
Für den Funk bastelte ich mir auf einem alten Radiochassis einen CW/AM-Sender, was dann zusammen mit dem Empfänger aus Aarau meine Station ergab. Später konnte ich noch einen Geloso-TX dazukaufen. In Zürich, bei der Sektion (OV) Zürich, wurde ich auch vom Peilvirus (ARDF, 80m) angesteckt. Peilen ist heute noch angesagt, auch wenn ich dabei nicht mehr renne.
Am 1. September 1961 trat ich beim gleichen Arbeitgeber in Bern eine neue Stelle an. Vorher fuhr ich aber noch nach Stockholm (als Eisenbahner per Bahn), um an der ersten europäischen Peilmeisterschaft Anfang August 1961 teilzunehmen. In Bern wohnte ich bei einer Schlummermutter, sodass ich das Funken aufs Wochenende oder Freitage verlegen musste. Gleichzeitig suchten wir Land und fanden solches im Münchenbuchsee, wo wir mit Hilfe meines Vaters für unsere nun siebenköpfige Familie ein Einfamilienhaus bauen konnten. Hier ergab sich die Möglichkeit eine 80-m- End-fed-Drahtantennne zu spannen, so, dass ich dann oft mit dem alten selbstgebauten TX auch auf 160 m aktiv sein konnte. Ab dem 17. August 1962 wohnten wir dann in Münchenbuchsee.
 
Als Amateur habe ich immer wieder an Contesten mitgemacht. Auch bei der DIG bin ich immer noch, aber Diplome habe ich nicht viele eingereicht. Immerhin fürs DLD hats gereicht. 1964 war ich in Bern Gründungsmitglied der Schweizerischen Eisenbahner-Radioamateure, die auch Mitglied der FIRAC (*F*édération *I*nternationale des *R*adio-*A*mateurs *C*heminots) sind. In diesem Rahmen habe ich an vielen Internationalen Treffen in Europa teilgenommen.
 

Während eines NMD (National Mountain Day = HB-Contest), bei dem die gesamte Stationsausrüstung (TRX, Antenne, Stromversorgung, Reservematerial) nicht mehr als 6 kg wiegen darf, und der Standort mindestens auf 800m ü.M. liegen muss. Hier war ich auf dem Moron, einem Jura-Bergzug nördlich von Biel mit einem Aussichtsturm auf 1.337 m ü.M.
(Der Aussichtsturm als Abspannpunkt für die Antenne geht aber nicht in die Gewichtsberechnung ein, hi). Der NMD geht über 4 Vormittagsstunden.

Da bald alle inzwischen 7 Kinder ausgeflogen waren, verkauften wir unser nun zu großes Haus und machten uns 1987 an den Bau eines kleineren, das wir im Oktober 1988 beziehen konnten. Für den Funk gab es da einen 18-m-Versatower, eine 2X20-m inverted Vee sowie einen 15 m Langdraht. Auf dem Versatower saßen ein DJ2UT-Beam (vier fullsize Elemente für 20 m, für 18, 15, 12 und 10-m Hilfselemente und für 2m eine 7-Element Yagi. Das war natürlich sehr schön! Nun wurde uns, nachdem alle Kinder ausgeflogen waren und wir Eltern doch das Alter zu spüren bekamen, das Haus mit Umschwung zuviel und wir zogen 2009 am gleichen Ort in eine 4-Zimmerwohnung, wo ich für meinen IC7400 nun immerhin noch einen 25-m-Draht spannen konnte. So reicht auch dies noch für eine Teilname an Contesten. Letztes Jahr reichte es im IARU-Contest sogar für B5HQ. Zur Zeit bin ich nur noch in der Runde der HB-Eisenbahner regelmäßig aktiv. Seit dem 11.11.11. lebe ich allein in der Wohnung, nachdem meine xyl an einer Blutvergiftung verstorben ist. Wegen Demenz hatte sie im hiesigen Altersheim Unterkunft gefunden, aber ich ich war immer mindestens zum Mittagessen bei ihr.
So blicke ich trotz allem auf viele schöne und interessante Jahrzehnte als Funkamateur zurück und freue mich, bis heute Teil der Gemeinschaft der Funkamateure zu sein. vy 73, Carlo.
Karl de Maddalena HB9QA - geboren 02.05.1924
QTH: CH-3053 Münchenbuchsee, Schweiz

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