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QCWA German Chapter #106

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Funkwetter

DL6VL - Helmut

dl6vl

 

 

Mein Weg zum Amateurfunk

Es war im Jahr 1938. Zum Unterrichtsprogramm der Mittelschule, die ich besuchte, gehörte damals auch der Werkunterricht. Da wir nach kurzem Anlernen unsere Bauobjekte selbst wählen konnten, stellte ich unserem Lehrer, Hern Dauzenberg, den Bau eines Detektorempfängers vor, den ich im "Großen Buch für Jungen" gefunden hatte. Mit Lampen und Schaltern hatte ich schon vorher experimentiert, was mein Vater – er war Elektromonteur - gar nicht gerne sah. Mit dem Bau dieses Detektorempfängers, den ich vor einigen Jahren noch einmal nachgebaut habe, ging es weiter über NF-Verstärker mit einer Röhre, Netzanode usw..
Etwa ein Jahr später fragte mich ein Mitschüler (Leo Waldick): " Willst Du nicht auch morsen lernen? Ich kenne jemand, der es uns beibringen will." Der Entschluß war schnell gefasst und einige Tage später saßen wir bei Dr. Otto Pauli (DE 3783/H) in der Achenbachstr.69 in Düsseldorf und übten CW. Durch intensives Üben mit großer Begeisterung lernten wir sehr schnell, bauten, soweit das in den ersten Kriegsjahren möglich war, weitere Geräte und traten 1940 dem "DASD" bei. Der DASD hatte damals im Dachgeschoß einer Schule an der Stromstraße in Düsseldorf eine Station und Unterrichtsräume. Ich werde nie den Wandspruch vergessen, der neben einem Funker, der in einem gemütlichen Ohrensessel saß, geschrieben stand: "Laß nie durch einen Funkspruch Dich aus der Ruhe bringen, denk immer an den Spruch des Götz von Berlichingen!"
Durch den Krieg war der Bau von Empfängern und Geräten sehr schwierig geworden. 1942 wurde ich mit meinen Eltern "total ausgebombt". Einige Wochen später musste ich Soldat werden, aber ich kam zu den Funkern, wenn auch nur bei der Infantrie. Bei Funkübungen an der Kanalküste (in der Nähe von Calais) mit Geräten im 6m-Band (Tornister-Funkgerät d2 ), wurde sehr oft von der anderen Kanalseite, von den Engländern, mitgefunkt. Wir bauten mit eigenen Mitteln Antennen, die viel besser waren als die gelieferten. Ende 1944 geriet ich in amerikanische Gefangenschaft an der belgisch/französischen Grenze bei Mons-Maubeuge. Im Gefangenenlager ging der Bau von Empfängern weiter, wenn auch unter erschwerten Bedingungen. Ich kannte damals z.B. den Farbkode der Amerikaner nicht.
 
Am 2. Advent des Jahres 1946 war ich wieder zu Hause in Düsseldorf. Ich suchte den Kontakt zu Funkamateuren und wurde nach einiger Zeit "förderndes Mitglied" im WBRC in Süddeutschland und dann Gründungsmitglied des OV-Düsseldorf des DARC-BZ.
Ich legte die "DE-Prüfung" in Duisburg ab und bekam die DE-Nummer 8647. Als 1949 die deutschen Lizenzen wieder erteilt werden konnten, war ich im Studium an der staatlichen Ingenieurschule in Hagen. Es dauerte noch bis Herbst 1950, bis ich endlich mein Rufzeichen DL6VL erhielt. Es gab zu der Zeit nur 2 Prüfungen im Jahr. Ich war froh mit einem alten Wehrmachtgerät (E10AK) auf dem 80m-Band arbeiten zu können. Nach meiner Heirat kamen der Umzug und damit Antennenschwierigkeiten durch die Wohnungsgenossenschaft. Es ging nur mit einem 10m-Dipol unter dem Dach. Unter diesen Voraussetzungen waren DX-Versuche trotz guter Bedingungen 1959 selten erfolgreich. Ich verlegte meine Tätigkeit auf Mobil-Betrieb und versuchte mich schon früh auf 2m (UKW-Sender C + UKW-Empfänger E).
 
Im Jahr 1966 erfolgte der Umzug zurück ins elterliche Haus, wo ich einmal angefangen hatte und wo ich noch heute wohne. Nach dem Tode meiner Eltern 1973/74 habe ich das Haus übernommen. Als ich mir einige Jahre später ein DRAKE-LINE zulegen konnte, bekam ich ein ganz neues Kurzwellengefühl. Etwa 1967 ging ich auch beruflich (bei der Post) auf das HF-Gebiet. Dort übernahm ich den Meßdienst und die Unterhaltung der Richtfunksender, Fernsehsender (2. + 3. Programm) sowie eine größere Zahl von Füllsendern (Frequenzumsetzer 2. + 3. Programm) . Nun war es nur noch eine Frage der Zeit und ich baute auf 70cm einen Sender für Amateurfunkfernsehen (A5).
Über 10 Jahre war ich im Funkstörungsmessdienst als vertretender Dienststellenleiter und seit 1976 gleichzeitig "Vorsitzender im Prüfungsrat für Amateurfunkprüfungen" bei der Oberpostdirektion Düsseldorf. In Verbindung mit Störungsfällen habe ich in diesen Jahren so manchen Funkamateur dienstlich besuchen müssen. So war ich auch beruflich stark für den Amateurfunk tätig - nicht zuletzt im Arbeitskreis für den Fragenkatalog Teil „Technik“, der im Jahr 1980 erschienen ist. Auch nach meiner Pensionierung 1985 war ich bis etwa 1990 weiter im Prüfungsausschuss bei der Oberpostdirektion in Düsseldorf tätig. Dann endlich begann ich den Ruhestand zu genießen. Aufgrund verschiedener Erkrankungen in den letzten Jahren und Jahrzehnten konnte ich meiner Leidenschaft, dem Amateurfunken, leider immer weniger nachgehen. Aus dem gleichen Grund sind mir auch Computerarbeiten nicht mehr in dem Maße möglich.
Trotz allem blicke ich auf viele interessante Jahrzehnte als Funkamateur zurück und freue mich, bis heute Teil der Gemeinschaft der Funkamateure zu sein.
Helmut Poestges DL6VL - geboren 19.04.1924
QTH: D-40591 Düsseldorf, Tönisheider Str.3

DL4HBB

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