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Jahrestreffen der QCWA 2010
2. Teil
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QCWA-Treffen 2010 in Güntersberge

Sehr persönliche Impressionen von Ben, DL1NP

Vor 25 Jahren fuhr ich zu meinem ersten QCWA-Treffen nach Würzburg, natürlich mit dem eigenen Wagen. Heute mit 88 Jahren will ich wieder dabei sein, fahre aber mit der Bahn. Bis Quedlinburg soll ich dreimal umsteigen. Es wird viermal, wegen Bauarbeiten zwischen Neumünster und Hamburg. Zum Glück klappen wenigstens die Anschlüsse, so  dass ich pünktlich von Klaus, DK5OE, am Bahnhof Quedlinburg empfangen werde. Bei leichtem Nieselregen erreichen wir das Berghotel, und dieser Regen wird uns auch die beiden nächsten Tage erhalten bleiben.

Aber wir sind ja alle sturmerprobt und warm angezogen, so dass die Stimmung nicht darunter leidet. Es sind diesmal trotz einiger Absagen mehr Teilnehmer als im Vorjahr. Helmut, DM2BPG, hat das Programm ganz hervorragend vorbereitet. Jede Route ist genauestens beschrieben, und alle finden mit dem eigenen Wagen ihren Weg. Auch die Mitfahrer werden gern aufgenommen. So sind alle Fahrten durch den schönen Harz ein Erlebnis. Dass der wegkundige Siptenfelder Bürger gelegentlich eine kleine oder auch größere Straße, wo wir abbiegen sollen, übersehen hat, tragen wir mit Humor. So ist an der Hasseröder Brauerei die Carl-Friedrich-Gauß-Straße erst die zweite Straße nach links, und in Güntersberge biegen wir auch in die erste mit Namen versehene Straße nach rechts ab, die leider keine Abkürzung darstellt, sondern sich als Prüfstrecke für Stoßdämpfer erweist, aber uns zugleich den Anblick einer schwarzen Schönheit verschafft. Die vorbereiteten Besichtigungen bieten reiche Abwechslung. Die kleine Quedlinburger Bimmelbahn gibt uns sogar 10% Rabatt, weil der Kassierer wegen Wechselschwierigkeiten auf 50 Cent verzichtet. Leider sind die Scheiben bei dem kühlen Wetter beschlagen und mit Regentropfen verziert, so dass man während der Fahrt nicht fotografieren kann. Die humorvolle Ansage des Fahrers  macht uns den Unterschied zwischen runden und spitzen Balken-Enden klar, und das mittelalterliche Pflaster schüttelt uns richtig durch. Warum der Fahrer zweimal die Fahrt unterbricht und mit Werkzeug am zweiten Anhänger arbeitet, bleibt uns verborgen. Vielleicht war eine Schraube locker. Im stilvoll engen „Klosterfisch“ in Michaelstein essen wir sehr gut. Die Informationen über die vielen technischen Einzelheiten der Flugzeuge und Hubschrauber im Museum für Luftfahrt und Technik sind für den Augenblick interessant, besonders die über Schleudersitze, sind aber kaum im Gedächtnis zu behalten. Im Keller staubt die vergangene Unterhaltungstechnik vor sich hin und erinnert daran, dass es auch in der DDR schon Computer gab.



 
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