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QCWA German Chapter #106

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Funkwetter

QCWA-Treffen 2011 in Köthen

Sehr persönliche Impressionen von Ben, DL1NP

Schon die Ankündigung des Programmablaufs zeigt, dass unser Chapter es wirklich mit Amateurfunk zu tun hat. Es wird erstmals darum gebeten, ein Handfunkgerät mitzubringen. Seit Jahren habe ich keines mehr benutzt, aber ich besitze sie noch: IC2, IC 4 und zwei ALINCO DJ-G5 Duobänder. Eines hat meine Enkelin DF1SC bei mir abgegeben, als sie mit dem Studium begann. Die Überprüfung der Akkus ergibt, dass nur noch die von ALINCO sich wieder aufladen lassen. Vorsichtshalber nehme ich zwei weitere Akkus als Reserve mit. Da ich auch noch das neue NAVI von ALDI einpacke, natürlich mit Netzteil, und auch das Handy, auch mit Netzteil, erhöht sich das Koffergewicht, auf 22 Kilo, und der Koffer lässt sich nur mit Gewalt schließen, weil ich auch noch das Notebook darin unterbringen will. Nachts träume ich sogar davon, und beschließe am anderen Morgen, das Notebook doch lieber separat zu lassen. Das ist zwar ein Gepäckstück mehr, aber ich hoffe auf Hilfe, die ich auch unaufgefordert überall erhalte. Es gibt doch noch gute Menschen. Aber das Kofferpacken hat mich diesmal sehr geschlaucht, da auch noch ein wichtiges USB-Kabel verschwunden schien und schließlich am alten Platz in einer Buchse steckte.

Die Anreise, Monate vorher geplant, alle Fahrkarten übers Internet erworben, ließ sich zunächst gut an, aber dann war der Anschlusszug in Hamburg stark verspätet. Befreiung vom Zugzwang wurde erteilt und ein fast gleichzeitig fahrender ICE bestiegen. Aber in Hannover sah ich den Zug nach Köthen abfahren, als meiner einlief. Der nächste fuhr eine Stunde später. Damit kam ich 62 Minuten nach der vorgesehenen Zeit in Köthen an, durfte aber nach weiteren 15 Minuten bürokratischer Bearbeitung gleich 9,20 Euro kassieren. Damit waren dann die Taxifahrten in Köthen zu bezahlen. Im Hotel nahm mich gleich unser Klaus, DL7JK, in Empfang und half mir, den schweren Koffer auf mein Zimmer zu schaffen. Unser lieber Chairman Günter, DL3YA, und seine XYL, habe ich dabei kaum beachtet, obwohl sie mir die Prospektunterlagen und den Notrufzettel ausgehändigt hatten. Mit 89 Jahren ist der Horizont doch schon recht begrenzt. Ich bitte um Verzeihung!

Nach guter Nacht durfte ich dann bei Klaus, DK5OE, und Hildburg im Auto mitfahren. Vor dem Hotel behinderte unsere 9 Fahrzeuge umfassende Kolonne den örtlichen Verkehr, setzte sich aber dann doch in Bewegung und fuhr zügig in Richtung Dessau. Und jetzt ging es auf 145,525 MHz recht stürmisch zu. Es war, als seien alle, die schon lange an keiner Runde mehr teilgenommen hatten, von der Möglichkeit ins Mikrofon zu sprechen fasziniert. Pausenlos ging das, so dass man auf wichtige Infos kaum noch achtete bzw. sie überhörte. Aber das bordeigene NAVI, liebevoll ELVIRA benannt, war ja auch noch da, wenn es auch gelegentlich anders dachte als unser Spitzenmann. Im Laufe der nächsten Stunden normalisierte sich dann die Sprechmanie, und zuverlässig kamen besonders die Meldungen des Schlussfahrzeuges, wobei sich Hans, DK8RE, und Wolf, DL1CC, wohl abwechselten. Beruhigend war es „Es sind alle durch“ zu hören. Das Lebenswerk von Hugo Junkers ist beeindruckend, die langatmigen Erläuterungen des Führers bewirkten, dass sich nach und nach immer mehr von der Gruppe entfernten. Jeder wird sich an anderes erinnern. Mir bleiben der Fahrgastraum der JU52 und die kupferne Kugelwaschmaschine in Erinnerung. Nach dem Mittagessen im „Goldenen Fasan“ in Oranienbaum ging es vorbei am Schloss, auf dem die niederländische Flagge wehte, nach Wörlitz. Wer den Wörlitzer Park nicht kennt, ist zu bedauern. Es ist eine wundervolle Anlage mit Inseln und Kanälen und vielen seltenen Bäumen hohen Alters. Zahlreiche Sichtschneisen gewähren überraschende Durchblicke. 15:00 Uhr, wie vereinbart, bestiegen wir die Gondeln zu je 15 Personen, die von kräftigen Ruderburschen bewegt wurden. Viele Informationen gab es, aber auch Erfundenes. Wie gut, dass niemand über Bord ging, denn Schwimmen ist angeblich hier verboten, und wer abhanden kommt, dessen Überreste werden in der goldenen Urne aufbewahrt. An vielen Stellen war in den Kanälen das Wasser nur etwa 80 cm tief, wie ich mit meinem Wanderstock feststellen konnte. Es hätte also kaum jemand ertrinken können. Wörlitz war wirklich ein Höhepunkt, und auch der Kuchen im „Grünen Baum“ war hervorragend. Die Jahreshauptversammlung brachte am Abend die Verabschiedung Eberhards, DK8EK, als Sekretär, der mit Recht für seine Verdienste, insbesondere für die Gestaltung der Web-Seite des Chapter, gelobt wurde. Das Wahlergebnis brachte die Bestätigung der alten Führung. Neuer Sekretär wurde Wolfgang, DL4HBB, der vielen bereits als Manager des RIA-Diploms bekannt ist. Für das Treffen 2012 wurde Schleswig-Holstein vorgesehen.

Auch der Sonnabend war hervorragend geplant. Zwar war bekannt, dass große Flächen ehemaliger Braunkohlentagebaue inzwischen geflutet und zu Seen umgewandelt wurden, aber die Wirklichkeit übertraf doch alle Erwartungen. Wenn nicht der Hochwassereinbruch von 2002 die Flutung in nur wenigen Tagen bewirkt hätte, so wäre wohl der Goitzschesee noch heute nicht voll gefüllt. Heute ist es eine Wasserfläche von über 13 km². Mit Google Earth schaut man noch immer auf den Tagebau. Die Fahrt mit der „Vineta“ über den See war bei schönstem Sommerwetter ein Genuss. Man konnte sich kaum vorstellen, dass diese natürlich wirkende Seenlandschaft von Menschenhand geschaffen wurde. Der See wird auch Bernsteinsee genannt, weil man beim Baggern auf ein ergiebiges Bernsteinvorkommen stieß das dann viele Tonnen erstklassigen Bernsteins lieferte. Am Bernsteinschloss waren dann die ersten Beispiele von Maschinen für den Kohleabbau ausgestellt, u.a. eine 100 Tonnen schwere E-Lok.. Welche Ungetüme aber wirklich die neue Landschaft schufen, sahen wir - nach dem Mittagessen in der Schachtbaude - in Ferropolis, das wir kurz besuchten. Fünf riesige Bagger mit unterschiedlichen Konstruktionen sind hier zusammengeführt. Ihre Höhe beträgt bis zu 30m, ihre Länge bis zu 125m und ihr Gewicht bis zu fast 2000 Tonnen. Menschen wirken winzig neben diesen Kolossen. Nach diesen gewaltigen Eindrücken war der Besuch in Wittenberg fast enttäuschend. Die berühmte Luthersche Thesentür war wegen Renovierungsarbeiten hinter einer Bretterwand versteckt. In der Stadt liefen am Sonnabendnachmittag viele Menschen herum oder saßen in den Straßencafés. Auf dem Marktplatz herrschte wegen der vielen Blumenstände und des Besucherandrangs unangenehme Enge, über der die Standbilder von Luther und Melanchton in stoischer Ruhe aufragten. Kurz vor dem einsetzenden Regen waren alle wieder an ihren Autos. Die Kolonnenfahrt verlief dank inzwischen gut eingespielter Funkleitung reibungslos. Mein ALINCO DJ-G5 aber habe ich ein einziges Mal ganz kurz benutzt, aber wegen akustischer Rückkopplung im Wagen gleich wieder verpackt. Nun ja, es funktionierte wenigstens noch, hätte aber gut zu Hause bleiben können. Das Treffen klang am Abend mit gemütlichem Beisammensein und einer Vorführung der von Rudi, DL1SAK, und Klaus, DK5OE, zusammengestellten und musikalisch untermalten Dia-Show vom letzten Treffen in Güntersberge aus.

Es war wieder einmal ein gelungenes Treffen, für dessen Vorbereitung und Durchführung wir unserem Chairman Günter, DL3YA, und seiner XYL Dorothea sehr herzlichen Dank sagen. Persönlich danke ich allen, die mir meine altersbedingten Ausfälle nachgesehen und mir geholfen haben.

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